22.06.16

Geht das auch anders?

(2016)
Das, was ihr weiter unten lesen könnt, hab ich 2013 als Beschreibung des Blogs geschrieben. Damals gings viel ums selber machen. Ich hab Klamotten genäht, hatte einen kleinen Online-Shop, und hab überhaupt viel gebastelt. Spätestens Anfang 2015 war das aber vorbei. Irgendwie war die Luft raus. Der Kleiderschrank war voll, keine weiteren Stücke notwendig und andere Lebensbereiche waren wichtiger! Vielleicht kann dieser Blog aber auch noch für andere Themen eine Plattform sein und werden. Ich probier das mal aus. Selbstgemachtes gibt es dann bestimmt trotzdem noch, meine Hände brauchen nach wie vor immer was zu tun :-)!

Ich lass die alte Beschreibung erstmal drin, weil ich auch gern die alten Einträge auf der Seite lassen möchte. Erstaunlicher Weise gibt davon ein paar, die immer wieder aufgerufen werden. Das find ich schön, und das kann auch gern so bleiben.

Wie auch immer, bis ganz bald, vielleicht!  

(2013)
jo&anna ist ein kleines Selbermacher-Label aus Augsburg. Den Namen gibt es schon wesentlicher länger als das Label selbst. Und nein, da nähen und werkeln nicht zwei Personen, wie der Name suggeriert. Das alles macht Johanna allein. Als das mit dem Selbermachen vor bestimmt 15 Jahren anfing, gab es den Wunschtraum mal einen Laden zu haben: Auf der einen Seite Jungs-Sachen mit dem Schild "JO" und auf der anderen Seite Mädchen-Sachen mit dem Schild "ANNA". Den Laden gibt es noch nicht, aber der Name hat sich durchgesetzt.

Genäht wird fast alles was geht, vieles wird für den Hausgebrauch ausprobiert, anderes lässt sich so gut umsetzen, dass man es auch potentiellen Kunden überlassen kann. Das Ergebnis sind Taschen in den unterschiedlichsten Formen und Verwendungszwecken. Manchmal gibts aber auch Accessoires wie Stirnbänder oder schöne Papeterie - je nachdem was der Material- und Launehaushalt so hergibt!

Oft sind die Sachen ziemlich bunt, denn ich mag plakative Stoffe.  Diese müssen auch nicht zwangsläufig neu sein, im Gegenteil. Ich verwende gerne Stoffe, die schon mal einen anderen Zweck erfüllt haben. Auch viele andere Materialien werden recyclet, und kommen so zu einem zweiten Leben.

Die Resultate des Umstands, dass ich meine Hände nicht stillhalten kann, möchte ich euch auf dieser Seite zeigen!

Eine Homepage - Ein Selbstversuch. Wir werden mal sehen wohin das führt! Ich freu mich auf jedenfall über Anmerkungen und Vorschläge!

Viel Spaß beim Stöbern wünsch ich!

09.01.15

Donnerstagsaktivitäten

Gestern war vor lauter Gebastel und Nähen keine Zeit mehr, euch die Dinge, die ich gestern noch gemacht hab zu zeigen... Deswegen heute, aber auch nur in aller Kürze, denn nachher gehts zum Essens- und Theaterdate mit den Mädels, und davor muss ich noch ein kleines Geschenk fertig nähen, denn das Töchterlein eines der Mädels ist grad 2 geworden!


Im Hinblick darauf, dass im März der nächste Markt ansteht, und ich regelmäßig vorher in Stress komme, weil ich meine, nicht genügend zu haben, sorge ich jetzt schon vor. Ohrringe werden genügend da sein...


Am Mittwoch hatte ich ja schon meine zweite Wollwalkjacke gezeigt. Hier ist die dritte! Ein bisschen kürzer, und ohne Kragen, und insgesamt ein bisschen schicker! Ich hatte nämlich zu dem beigen Walk noch einen Meter rostroten dazugekauft, weil ich ne kurzärmelige Weste machen wollte. Aber siehe da, es hat doch für ne ganze Jacke gerreicht! Yeah! Jetzt brauch ich allerdings keine weitere mehr, schade :-)! Wer noch mal mehr dazu lesen will, der kann das hier gerne tun!
By the way, damit hab ich jetzt auch endlich die nervigen Fleecepullis ersetzt, und fortan keinen Bedarf mehr an diesen Plastikdingern! Sehr gut!


Aus den Resten hab ich probehalber noch nen Tabakbeutel und ein Täschchen genäht. Den Look mag ich ganz gerne, und da immer noch ein bisschen Verschnitt rumliegt, mach ich wahrscheinlich noch ein bisschen mehr in dem Stil.

Jetzt wird aber erstmal ein Kleidchen genäht!

Macht es jut! Schönes Wochenende!

Eure Johanna

08.01.15

Outlanderschal

So, heute ist es soweit. Ich oute mich als Liebhaberin der Outlanderserie von Diana Gabaldon. Die Bücher verschlinge ich seit Jahren, und seit es auch ne Serie dazu gibt, hat sich das noch intensiviert. Ein bisschen peinlich ist mir das, vor allem weil es in einigen Kreisen einen Riesenhype um die Story gibt und ich nicht zu diesen verrückten Frauen gehören möchte, die ständig von Jamie schwärmen, aber ich verteidige mich immer damit, dass es tatsächlich nicht nur um die Schnulze geht, sondern dass man auch ziemlich viel lernen kann, wenn man will. Über Medizin im 18. Jahrhundert, Unabhängigkeitskriege, Schotten, und vieles mehr. Spannend oder ;-)? Ich liebs!

Soweit, so gut. In der Serie trägt der Charakter Claire unglaublich schöne Strickaccessoires. Ziemlich tolle Stulpen, Schals, Dreieckstücher. Da ich eh noch nen grauen Schal stricken wollte, dachte ich, dass ich mich da ja ein bisschen dran orientieren kann.

Ungefähr so sollte der Schal aussehen:


Natürlich hab ich ne ganz andere Wolle, und auch ein anderes Strickmuster verwendet, aber der grobe Look kommt schon ein bisschen rüber. Eigentlich hatte ich jedoch gehofft, dass der Schal ein bisschen enger anliegen würde, denn so wie unten erfüllt er seinen wärmenden Zweck gar nicht. Aber er geht gott sei dank auch zweimal rum, wenns richtig warm sein soll...


 Ich hab den Schal übrigens einmal gedreht, bevor ich ihn zusammen genäht habe. Dadurch fällt er wirklich schön!


Taha! Das konnte ich mir abschließend zu diesem Thema nicht verkneifen... Und jetzt? Reden wir nicht mehr drüber. Dauert eh wieder 4 Jahre bis der nächste Band rauskommt...

Mehr Dinge, die Frauen für sich gemacht haben gibts hier beim RUMS!

Liebe Grüße,
Eure Johanna

07.01.15

MMM - Wollwalk 2.0

Mein absolutes Lieblingsstück 2014, das ich auch tatsächlich mit Abstand am meisten getragen habe, ist diese Jacke aus Wollwalk. Am Anfang war ich etwas skeptisch, denn Wollwalk braucht ein bisschen, bis er sich an den Körper anschmiegt. Aber wenn das mal passiert ist, dann gibts kein Halten mehr. Da ich nach wie vor keinen richtigen Wintermantel besitze, also einen der auch ohne viele weitere Schichten drunter warm hält, muss ich seit Jahren auf den Zwiebellook zurückgreifen, wenn es kalt ist. In Zeiten vor der Wollwalkjacke bedeutete das häufig einen Wollpulli und dann noch nen Fleecepulli drüber. Michelinmännchen at it's best, und außerdem völlige Bewegungsunfähigkeit. Kopf drehen? Ist nicht, wenn man auch noch nen Schal trägt. Da muss schon der ganze Körper mit.
Dann kam die Wollwalkjacke. Und ehrlich, die hält so warm, dass sie als einzige Schicht über einem Longsleeve meistens ausreicht. Wenns arg kalt ist, dann vielleicht noch ein ganz dünner Wollpulli drunter, aber gut ist. Und durch den Schnitt trägt sie lange nicht so auf, wie die Fleecepullis.

Ganz lange wollte ich mir schon eine zweite nähen, denn Wolle muss zwar nicht so oft in die Wäsche, aber irgendwann reicht alles lüften nicht mehr, und dann ist man erst mal ohne. Mal ne andere Farbe ist ja auch nicht schlecht. Den anthrazitfarbenen Walk hab ich im Frühjahr 2014 in Berlin am Maybachufer erstanden. Dort war er ziemlich günstig, ich wusste aber schon, dass ich hier in Augsburg wesentlich mehr würde ausgeben müssen, deswegen ist in dieser Richtung bislang nichts passiert. An Weihnachten gab es jedoch einen unerwarteten Geldsegen, und diesen hab ich direkt in fast vier Meter Walk investiert. Da gehen sich vermutlich zwei Jacken und eine Weste aus, geil!!

Hier ist jetzt aber nach langer Rede das zweite Jackerl, nach dem altbewährten Schnitt:


Die Farbe sieht auf den Fotos ein bisschen falsch aus, eigentlich geht das Grau fast ein bisschen ins Beige.


Diese Variante ist außerdem ein bisschen länger als ihr dunkles Gegenstück, was aber gar nichts macht, denn so pfeifts noch weniger rein.
Die Knopflöcher hab ich mit der Maschine genäht, alllerdings konnte ich nur an der einlagigen Stelle den Knopflochfuss verwenden. Zwei Schichten Walk sind eindeutig zu viel für das Mimöschen. Nach zig Fehlversuchen und verlorenen Nerven hab ich dann einfach mit dem normalen Füßchen und einem ganz engen Zigzagstich ein Knopfloch improvisiert, und siehe da, das geht auch trotz der beiden Schichten. Wieder was gelernt!

Mehr selbstgemachte Outfits gibts wie immer beim MMM!

Liebe Grüße,
Johanna

06.01.15

Dienstagsaktivitäten

Heute morgen hatte ich nen Lauf. Es ging quasi vom Bett an die Nähmaschine. Nein, zugegebener Maßen war auch ein Kaffee dazwischen geschalten. Aber dann gabs kein Halten mehr! Drei neue Tabakbeutel sind entstanden:


Gestern hab ich ja schon mal zwei gezeigt, den Gedächtnistabakbeutel und sein Gegenstück aus der Rückseite. Heute hab ich die restlichen zwei Lederstücke vernäht. Das ging ganz fix, weil die Beutel ganz ohne Extras daher kommen. Einfach nur das schöne alte Leder. Und weil ich schon mal dabei war, hab ich gleich auch noch das restliche Leder vom Gitarrengurt verbraten. Ich will es im kommenden Jahr unbedingt hinbekommen, mehr vorhandenes Material zu verbrauchen, und insgesamt weniger Zeug ansammeln. Ein bisschen hab ich schon sortiert, das ist wirklich befreiend... Die Beutel warten jetzt auf den nächsten Markt, bzw. darauf endlich mal die leeren Regale im Onlineshop aufzufüllen (das nehm ich mir schon so lange vor, dass es jetzt wohl zu einem Vorsatz für 2015 geworden ist... Blöde ewige To-Do-Liste!).


Und weil ich die Overlock auf beige umfädeln will (ich durfte mir zu Weihnachten ein sündhaft teures Stück Walkloden kaufen, der zu einer solchen Jacke werden soll), hab ich den schwarzen Faden noch schnell genutzt um ein Langarmshirt zu nähen. Wie immer nach diesem Schnitt. Das ist ein bisschen langweilig, denn tatsächlich hab ich schon Ewigkeiten lang nichts mehr nach einem anderen Schnitt genäht. Aber ich muss auch eingestehen, dass ich einfach nicht der Kleidchentyp bin... Und irgendwie erschließt sich mir der Sinn nicht so ganz, wenn das Kleid nur im Schrank hängt. Ich hab einfach am liebsten Jeans an...
Der Stoff vom Shirt war übrigens ein guter Schnapp. In dem Dorf aus dem der Mann stammt gibts ne Firma, die Betttücher und solche Sachen produziert, und über die Mama vom Mann bin ich an ein paar Meter von diesen Stoffen gekommen. Die werden sonst nicht frei verkauft, aber da sie die Leute kennt, gings irgendwie. Toller Baumwolljersey, total robust. Richtig toll ist auch, dass der im Schlauch kommt, das heisst ich kann auf zwei Seiten im Stoffbruch anlegen, und hab so kaum Verschnitt. Perfekt, denn so bekomm ich aus zwei Metern tatsächlich auch zwei Shirts! Damit hatte ich gar nicht gerechnet :-)!
Beim Tragen, denn ich hatte das obige T-Shirt direkt auch an heute, musste ich aber feststellen, dass der Elasthananteil wohl sehr gering ist. Ich muss das Shirt auf jedenfall enger machen, und darf das nicht vergessen, wenn ich noch mal eins mach.

Mehr Dienstagsprojekte gibts hier!

Liebe Grüße,
Eure Johanna